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Kober-Studie
1.Thema
2.Begriff Zwangsarbeiter
3.Zwangsarbeiterdiskussion
4.Metzingen im 3. Reich
5.Das
6.Leben als Zwangsarbeiter
7.Die Firma Hugo Boss
8.Positive Beispiele
9.Schlussbemerkung
10.Bibliografie
Timm-Studie
1.Inhaltsverzeichnis
2.Zusammenfassung
3.Einleitung
4.Hugo Boss
5.Firmengesch. vor 45
6.Firmengesch. nach 45
7.Entnazifizierung
8.Abbildungen
9.Literatur
10.Quellen
11.Recherechebericht
Impressum
Presse-Veröffentlichung
Hugo Boss (politische) Biografie

Herkunft, Schul- und Ausbildung, erste Berufstätigkeit, Heirat und Tod

Mitgliedschaft in der NSDAP

Mitgliedschaft in Gliederungen und angeschlossenen Verbänden der NSDAP

Positionen in Fach- u. Berufsverbänden sowie im nationalsozialistischen Wirtschaftslenkungsapparat

 

 

Herkunft, Schul- und Ausbildung, erste Berufstätigkeit, Heirat und Tod

Hugo Ferdinand Boss wurde am 8. Juli 1885 als Sohn von Heinrich Boss und seiner Frau Luise, geborene Münzenmayer, in Metzingen geboren.3.12.1947. Soweit nicht anders angegeben dort auch die folgenden Daten.

Er besuchte die Volksschule und die Realschule am Ort, wobei er letztere ohne Abschluß 1899 verließ. Anschließend machte er in Bad Urach eine 3jährige kaufmännische Lehre in einem "Manufakturwaren-Engros-Geschäft", auch hier wiederum nach eigenen Angaben ohne eine Berufs- oder Handwerksprüfung als Abschluß.

Anschließend war er zunächst zwei Jahre bei der Mechanischen Buntweberei J.J. Wendler in Metzingen tätig. Nach der Unterbrechung durch einen zweijährigen Militärdienst arbeitete er wiederum als Angestellter ein Jahr lang in einem "Tuch-Engros-Geschäft" in Konstanz.

1908 heiratete er Anna Katharina Freysinger.

Hugo Boss starb am 9. August 1948 im Alter von 63 Jahren.

 

 

Mitgliedschaft in der NSDAP

Hugo Boss trat am 1. April 1931 in die NSDAP ein, die ihn unter der Nummer 508 889 als Mitglied registrierte.

Er hatte in der Partei kein Amt und keinen Rang inne und trat auch nicht als öffentlicher Redner der NSDAP auf. Ein Blick auf die (regionale) Geschichte der NSDAP, auf die Sozialstruktur ihrer Unterstützer und auf die Positionen, die mittelständische Unternehmer darin üblicherweise einnahmen, ermöglicht eine Einschätzung der Parteimitgliedschaft von Hugo Boss.

 

Eintrittsdatum

Für die Entwicklung der NSDAP in Württemberg ist dokumentiert worden, daß sie unter anderem wegen internen Querelen und Finanzproblemen "nach der Aufgabe der Putschtaktik (...) den Anschluß an die Entwicklung im übrigen Reich verlor und bis 1931/32 keine große Bedeutung im Land erlangte". Auch in Württemberg war die NSDAP nach dem Verbot seit November 1923 1925 wieder neu gegründet worden.(Broszat/Frei: Das Dritte Reich im Überblick, S. 183). Der erste NSDAP-Abgeordnete zog 1929 nach einer Wahlanfechtung und Gerichtsentscheidung in den württembergischen Landtag in Stuttgart ein. Nach der Reichstagswahl im September 1930, bei der die NSDAP von einer kleinen Splitterpartei mit zwölf Sitzen zur zweitgrößten Fraktion mit 107 Mandaten aufgestiegen war, verstärkte die Partei ihre Werbung in Württemberg und hielt zunehmend mehr Propagandaveranstaltungen ab - die ihren Erfolg zeitigten: Ab Ende 1930 hatte sie sowohl bei den Mitgliedern als auch bei den Wählern nicht nur in Württemberg deutlichen Zuwachs, sondern die Jahre 1930 bis 1932 waren vor der Machtübernahme 1933 auch reichsweit die Jahre des Massenzulaufs: Während die Partei 1928 lediglich 96 918 Mitglieder hatte, betrug ihre Zahl 1931 fast 130 000.

Hugo Boss trat also genau im ersten Jahr des Aufschwungs der NSDAP in Württemberg in die Partei ein.

 

Sozialprofil

Aus der umfangreichen geschichtswissenschaftlichen Debatte über die soziale Zusammensetzung der NSDAP-Unterstützer insbesondere vor 1933 sind für die Einschätzung des politischen Engagements von Hugo Boss vor allem folgende Ergebnisse relevant:

Industrialisierung und ”konomische Konzentrationsprozesse hatten zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen wirtschaftlichen Status- und Bedeutungsverlust der Mittelschicht aus kleinen Handwerkern und Ladenbesitzern, Bauern und Angestellten zur Folge.(ebd., S. 199).

In der Weimarer Republik schließlich löste sich das handel- und gewerbetreibende mittelständische (Klein-)Bürgertum nach und nach von seinen Bindungen an die traditionellen bürgerlichen Parteien und unterstützte zunehmend die NSDAP. Obwohl sie sich als "Arbeiterpartei" definierte, hatte die NSDAP Schutzbedürfnisse des Mittelstands aufgegriffen. Auch wenn neuere Untersuchungen die sogenannte "Mittelstandsthese" relativieren und nachgewiesen wurde, daß auch die Unterschicht (und daraus die Facharbeiter) zu den wichtigen Unterstützern der NSDAP zählten, so bleibt doch das Faktum, daß der Mittelstand (insbesondere kleine selbständige Kaufleute und Gewerbetreibende), aber auch Unternehmer und leitende Angestellte bei den neuen Mitgliedern der NSDAP ab Ende der 20er Jahre im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung überrepräsentiert waren.

Hugo Boss nun ist der Mittelschicht bzw. dem Mittelstand zuzuordnen, und zwar sowohl bis 1924, als er ein Manufakturwaren- und Aussteuergeschäft führte, als auch in den folgenden Jahren, wo er nach dem Wechsel zur Produktion als (zunächst kleiner) mittelständischer Unternehmer tätig war.obere oder alte/neue Mittelschicht, deren Details hier aber nicht weiter relevant sind. Für diese Dokumentation genügt eine Grobeinteilung in Unter-, Mittel- und Oberschicht. Den meisten parteihistorischen Studien gemeinsam ist die Einordnung (kleiner) mittelständischer Unternehmer, Händler und Gewerbetreibender in die mittlere oder untere Mittelschicht. Es sei noch angemerkt, daß Hugo Boss wegen seiner Mitgliedschaft in vielen Vereinen im Ort und wegen seiner Jagdleidenschaft (StadtA Metzingen, Bürgermeister-Registratur, kommissarischer Bürgermeister an den kommissarischen Landrat Reutlingen, 1.10.1945) offenbar sozial gut etabliert war und aufgrund der Expansion seiner Firma spätestens ab Mitte der 30er Jahre eher der kleinstädtischen Metzinger Oberschicht zuzuordnen ist. Er kann also nicht nur, wie oben bereits ausgeführt, wegen des Zeitpunkts seines Parteieintritts, sondern auch aufgrund seiner wirtschaftlichen und sozialen Lage als typischer NSDAP-Unterstützer charakterisiert werden.

Ferner hat eine Untersuchung der Wirtschaftselite im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Reutlingen gezeigt, daß dieser Personenkreis trotz seiner Spitzenposition im Sozial- und Wirtschaftsgefüge in der Regel keine exponierte Stellung oder Ämter in der NSDAP oder ihren Gliederungen innehatte; dasselbe gilt auch für Unternehmer andernorts. So macht also neben dem Eintrittsdatum und dem Sozialprofil auch die lediglich einfache NSDAP-Mitgliedschaft Hugo Boss zu einem typischen NSDAP-Mitglied.

 

Das Motiv für den Parteieintritt und Beziehung zu einer jüdischen Metzinger Familie

Boss selbst “äußerte sich in der Entnazifizierung widersprüchlich zu den Motiven für seine Parteimitgliedschaft: Einerseits erklärte er, die NSDAP sei für ihn wegen ihres Versprechens, die Arbeitslosigkeit zu beseitigen, attraktiv gewesen. Außerdem war er eigenen Angaben zufolge "vorübergehend" aus der Evangelischen Kirche ausgetreten. Die NSDAP hatte ihren Mitgliedern den Kirchenaustritt seit 1937 explizit nahegelegt, und kirchliche Feiertage standen in der NS-Zeit nicht mehr unter staatlichem Schutz. Auch wenn genauere Informationen dazu fehlen, ist der Kirchenaustritt ein Indiz dafür, daß der Parteimitgliedschaft von Hugo Boss eine politische Überzeugung zugrunde lag.

Andererseits führte Hugo Boss taktische Gründe und ”konomischen Druck als Movens für den Eintritt in die NSDAP an: "Für die nationalsozialistische Lehre habe ich mich nie erwärmt". Er sei der Partei nicht aus freien Stücken beigetreten: "Um die (...) erhaltenen Aufträge (der Reichszeugmeisterei der NSDAP, E.T.) nicht wieder zu verlieren, musste ich die Aufforderung, meinen Eintritt in die Partei zu erklären, befolgen. Dieser Eintritt wurde mir dringend nahegelegt und als drohendes Schreckgespenst für die Weigerung der Eintrittserklärung stand die Entziehung der Aufträge im Hintergrund."

Ein Blick auf andere Unternehmer zeigt, daß diese oft die Sorge um ihre Firma als Motiv für den Eintritt in die NSDAP nannten.

Ob die NSDAP Hugo Boss tatsächlich, wie von ihm behauptet, mit dem Entzug der Aufträge drohte, konnte nicht verifiziert werden. Außerdem fehlt jede Information über den Umfang der Aufträge der Reichszeugmeisterei, so daß es nicht möglich ist, einzuschätzen, inwiefern die Firma von Hugo Boss darauf tatsächlich angewiesen war. Eine Einordnung dieser Behauptung ist deshalb lediglich mit Hilfe von Vergleichen möglich. Da es (wohl wegen der schlechten Quellenlage) keine Untersuchung über die Auftragsvergabe der Reichszeugmeisterei gibt, mußten hier zur Orientierung Einzelfallstudien über die Beziehungen zwischen Unternehmern und NSDAP herangezogen werden:

Gehrig beispielsweise schildert einen Fall, der zeigt, daß eine NSDAP-Mitgliedschaft selbst nach 1933 nicht die Voraussetzung für Aufträge der Reichszeugmeisterei war: So produzierte ein Weinheimer Betrieb, dessen Mitinhaber in der Weimarer Republik die DDP in Baden mitbegründet und dann im badischen Landtag vertreten hatte, der 1932 eine öffentliche Rede gegen Hitler hielt und erst 1943 in die NSDAP eintrat, ab Mai 1933 Stiefel für die SA und SS. Ähnlich folgert Peter in seiner Studie zur Rüstungsindustrie in Baden, "daß die NS-Führung auch Firmen duldete und förderte, die sich zwar nicht ihrer Ideologie anschlossen, aber den Rüstungsinteressen dienten. Eine Anpassung an den Nationalsozialismus mußte demnach nicht notwendigerweise erfolgen, um den Firmenbelangen Genüge zu tun."

Ebenfalls Peter berichtet aber auch von einem anderen Fall: Nachdem eine Singener Firma vier Beschäftigten, die ihren Schweizer Firmendirektor denunziert hatten, kündigte, erhielt der Betrieb Ende 1937 keine Heeresaufträge mehr. Br“utigam, Schuster und Welck haben eine ähnliche Repressalie dokumentiert: Nachdem ein Backnanger Unternehmer einem jüdischen Geschäftspartner 1938 finanzielle Fluchthilfe geleistet hatte, erhielt seine Firma kleinere Rohstoffkontingente zugeteilt, bis der (eigentlich als "kriegswichtig" eingestufte Betrieb) 1944 schließlich stillgelegt wurde.

Diese Beispiele zeigen, daß eine allgemeingültige Aussage darüber, ob Distanz oder Gegnerschaft zur NSDAP Unternehmern wirtschaftliche Nachteile brachte, nicht möglich ist.

Boss' Behauptung, daß ihn die Partei mit der Drohung, seiner Firma andernfalls die Aufträge der Reichszeugmeisterei zu entziehen, zur Mitgliedschaft sozusagen zwang, kann also auch mit Hilfe von Vergleichsfällen nicht verifiziert werden. Insgesamt jedoch ist diese Äußerung über den erzwungenen Parteibeitritt von ihm als Entlastungsversuch im Rahmen der Entnazifizierung einzuschätzen, wie folgende Fakten zeigen: Hugo Boss war bereits vor 1933 in die NSDAP eingetreten, er wies selbst auf einen für ihn attraktiven Punkt im NSDAP-Parteiprogramm hin und er war aus der Kirche ausgetreten. Zwar beteiligte er sich offenbar nicht an antisemitischer Hetze gegen jüdische Geschäfte und Warenhäuser (was aufgrund seines Sozialprofils wahrscheinlich gewesen wäre). Er tat aber insofern an der alltäglichen Ausgrenzung mit, als er sich offenbar nach 1933 von Adolf Herold, einem jüdischen Bekannten/Freund und Jagdkameraden aus Metzingen, der ihn in der Weimarer Republik finanziell unterstützt hatte, distanzierte.

 

 

Mitgliedschaft in Gliederungen und angeschlossenen Verbänden der NSDAP

 

DAF, RLB u. NSV

Laut eigenen Angaben wurde Hugo Boss 1936 Mitglied der Deutschen Arbeitsfront (DAF), 1939 trat er dem Reichsluftschutzbund (RLB) bei, und 1941 folgte der Eintritt in die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV). Außerdem war er Mitglied im Reichsbund für Leibesübungen und im NS-Reichskriegerbund, deren Vorläuferorganisationen er bereits im Kaiserreich bzw. in der Weimarer Republik angehört hatte.

Die folgenden Informationen ermöglichen eine Einordnung dieser Mitgliedschaften:

Das NS-Regime hatten am 10. Mai 1933 die DAF an die Stelle der freien Gewerkschaften gesetzt und in diesem Einheitsverband Arbeitnehmer zwangsweise zusammengefaßt; später wurde der Verband eine der Gliederungen der NSDAP. Das "Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit" vom 20. Januar 1934 hatte aus Unternehmern "Betriebsführer" und aus den Arbeitern oder Angestellten "Gefolgschaftsmitglieder" ohne Streikrecht oder das Recht zum Abschluß von Tarifverträgen gemacht.

Der RLB war am 29. April 1933 gegründet worden. Er war zuständig für die Durchsetzung der Luftschutzanordnungen auf lokaler Ebene und führte Schulungen oder Werbekampagnen zur Motivierung der Zivilbevölkerung durch.

Die NSV bestand seit Juni 1932 als Verein, nach 1933 wurden ihr nach und nach alle Verbände und Organisationen der freien Wohlfahrtspflege angeschlossen. Die NSV betrieb Wohlfahrtspflege nicht ausschließlich nach Bedürftigkeit, sondern entsprechend den rassehygienischen Kriterien der NS-Ideologie.

Der Reichsbund für Leibesübungen und der NS-Reichskriegerbund waren die von den Nationalsozialisten geschaffenen Zwangszusammenschlüsse für Turn- und Sportvereine bzw. Kriegervereine der Weimarer Republik. Die Mitgliedschaft von Hugo Boss ergab sich aus der Übernahme durch diese neugeschaffenen NS-Dachorganisationen, da er nach 1933 nicht aus den entsprechenden Metzinger Vereinen der Weimarer Zeit austrat.

Die oben zitierte Quelle enthält keine Informationen über die Umstände oder Motive für den Eintritt Boss' in die NSV und den RLB. Bei der Entnazifizierung wurde die Mitgliedschaft in diesen der Partei angeschlossenen Organisationen zwar abgefragt, für die Sprüche jedoch spielte sie in der Regel keine Rolle. Dasselbe gilt für die historische Forschung, die die Mitgliedschaft in diesen Verbänden als vernachlässigenswert, das heißt nicht per se als Indiz für N“he oder Distanz zum NS-Regime betrachtet - es sei denn, der/die Betreffende hatte ein Amt inne oder verweigerte demonstrativ die Mitgliedschaft oder Spenden.

 

Förderndes Mitglied der SS

Nach den Angaben auf dem Fragebogen aus dem Entnazifizierungsverfahren war Hugo Boss "Förderndes Mitglied der SS".

Die SS war die einzige Gliederung der NSDAP, die selbst sogenannte "Fördernde Mitglieder" ("FM") anwerben durfte. Diese unterstützten die SS finanziell, leisteten aber nicht den Eid auf Hitler und unterstanden auch nicht den internen Befehlen der SS. "FM" mußten nicht Mitglieder der NSDAP sein. Der jährliche Mindestbeitrag eines "FM" betrug eine Reichsmark, über darüber hinausgehende Zuwendungen entschieden die Mitglieder selbst, im Krieg wurden keine Beiträge einbezahlt. Sie erhielten ein eigens für sie entworfenes Abzeichen, außerdem erschien eine "FM-Zeitschrift", deren Auflage 1939 365 000 Exemplare betrug. 1932 wurde die SS von ber 13 000 "Fördernden Mitgliedern" mit rund 17.000 Reichsmark unterstützt, im Jahr der Machtübernahme betrug ihre Zahl fast 170 000 und die Höhe ihrer Zahlungen belief sich auf 357.000 Reichsmark, und 1934 spendeten über 340 000 "Fördernde Mitglieder" 581.000 Reichsmark an die SS.

über Zeitraum und Umfang dieser Unterstützung der SS durch Hugo Boss geben die Quellen keine Auskunft; ebenso fehlt bis jetzt jede Information über das Zustandekommen der Förderungsbeziehung.

 

 

Positionen in Fach- und Berufsverbänden sowie im nationalsozialistischen Wirtschaftslenkungsapparat

Hugo Boss hatte weder in Fach- und Berufsverbänden noch im nationalsozialistischen Wirtschaftslenkungsapparat eine Position oder einen Rang inne; bei den Verbänden fehlt zudem jeder Hinweis auf eine Mitgliedschaft überhaupt. Er engagierte sich also auf wirtschaftlichem Gebiet nicht über seinen Betrieb hinaus.

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